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25. Januar 2022

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Keine Termine

Unter dem neuen Label Schaffhausen Klassik und mit einem betont vielseitigen Programm geht das Musik-Collegium neue Wege.

von Mark Liebenberg

Wenn man Musik-Collegium oder kurz MCS sagt, weiss jeder in Schaffhausen, was gemeint ist. Für Aussenstehende ist das aber unter Umständen nicht ganz klar; der Name der seit 1655 bestehenden Gesellschaft, die mindestens seit 150 Jahren in der Stadt Schaffhausen als klassische Konzertveranstalterin auftritt, könnte auch der Name eines Orchesters oder Konservatoriums sein. «Auch aus googletechnischen Such-­Aspekten haben wir uns daher für ein neues Label entschieden, bei dem schneller klar ist, um was es geht», sagte Stéphanie Stamm, administrative Leiterin des MCS, gestern vor den Medien. MCS bleibe aber selbstverständlich der offizielle Name sowohl des Vereins wie auch der Konzertreihe.

Unter dem neuen Label und ganz neuen Design präsentierte das Musik-Collegium das Programm der ersten Konzertsaison unter neuer Ägide. Der Präsident des neu zusammengesetzten Vorstands,Raphaël Rohner, erinnerte an die fast vier Jahrzehnte währende Zeit seines Vorgängers Heini Stamm: «Es wäre falsch, das Original zu kopieren. Der neue Vorstand hat sich daher entschieden, von Beginn weg deutlich andere Akzente zu setzen.» Ziel sei es, so Rohner, das bisherige treue Publikum mitzunehmen, wenn ein neues Kapitel in der Geschichte der klassischen Konzerte aufgeschlagen wird. «Gleichzeitig wollen wir aber ein neues, zusätzliches Publikum ansprechen.»

Dass dabei mehr als nur der Sinn für gute Musik, namentlich für gediegene Orchester- und Kammermusik-Kompositionen, gefördert werden soll, wie es der Vereinszweck vorschreibt, schlägt sich im Programm der Konzertsaison 2017/18 nieder, das die künstlerische Leiterin und Programmchefin, die Dirigentin Annedore Neufeld, vorstellte (siehe unten).

Bunte Vielfalt wird speziell betont – so könnte man den Mix in den zehn Saisonkonzerten und zwei Spezialkonzerten zusammenfassen; der Mix besteht aus grossen Sinfonieorchestern und kleineren Formationen, aus Kompositionen des klassischen und des romantischen Repertoires, aber auch aus Musik des 20. Jahrhunderts und schliesslich von bekannten Solisten und regionalen Kräften. «Wir möchten damit mehrere Generationen ansprechen. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein», sagte Neufeld.

Mit einem Schul- und einem Familienkonzert will das MCS auch die Klassikzuhörer von morgen ansprechen. Vermehrt finden Konzerte neu am Mittwoch oder Donnerstag statt, was einem vielfach geäusserten Wunsch entspreche. Vor Saisonbeginn soll wieder ein ausführliches Saisonprogramm erscheinen, und mit der einmaligen Kombi Probenbesuch–Nachtessen–Konzert versuche man, den Konzertbesuch zu einem Event auszubauen.

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Lust am Neuen: Stéphanie Stamm (l.), Annedore Neufeld und MCS-Präsident Raphaël Rohner präsentieren ein kunterbuntes Klassikprogramm, das mehrere Generationen und verschiedene Geschmäcke ansprechen will. Bild: Selwyn Hoffmann

 

Konzertsaison 2017/18: Stars der Klassikszene, grosse Orchesterkonzerte und mehr 20. Jahrhundert

Die Eröffnung der neuen Konzertsaison am 26. Oktober beginnt mit einer Schweizer Erstaufführung. Die Sinfonie Nr. 8, «The Journey», des postseriellen finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara (1928-2016) mit der Basel Sinfonietta dirigiert Annedore Neufeld. Im zweiten Teil interpretiert die junge Pianistin Anna Fedorova Rachmaninows berühmtes Klavierkonzert Nr. 2. In fünf der zehn Konzerte von «Schaffhausen Klassik» sind grosse Sinfonieorchester zu hören. Die Sinfonietta Schaffhausen und die Schweizer Musikpreisträgerin Helena Winkelman spielen Beethovens Violinkonzert. Apro­pos: Beethoven -Liebhaber kommen in Schaffhausen im kommenden Jahr mehrfach auf ihre Kosten: Neben dem Violin- und dem Klavierkonzert Nr. 5 werden ein Streichquartett sowie das klassische Werk mit dem berühmtesten Anfang der Welt gespielt, die 5. Sinfonie. Im gleichen Konzert spielt die renommierte Klarinettistin Sabine Meyer Mozarts Klarinettenkonzert, dessen «Adagio»-Satz zu den bekanntesten Klassikstücken überhaupt gehört. Das Musikkollegium Winterthur unter Douglas Boyd und mit dem Cellisten Steven Isserlis interpretieren im März 2018 Werke von Claude Debussy (100. Todestag), Henri Dutilleux und Vaughn Williams. Die letzten beiden Namen sind übrigens nur zwei von insgesamt elf Komponisten des 20. Jahrhunderts im MCS-Saisonprogramm – so viele wie schon lange nicht mehr. Drei Konzerte um die Weihnachtszeit bieten sodann eher besinnliche Momente (etwa die Messe de Minuit pour Noël von Marc-Antoine Charpentier) oder populäre Ensembles und Musikprogramme. Die fünfteilige MCS-Reihe Kulturelle Begegnungen mit freiem Eintritt jeweils an einem Sonntagmorgen in der Rathauslaube wird ebenfalls mit einem Programm von ernster bis leichter Musik fortgesetzt.(lbb)

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