Schaffhauser Nachrichten: Fundamentalkritik an Schulgesetz

25. Januar 2022

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Keine Termine

In der Stadt Schaffhausen traten auch drei Mitglieder des Stadtrats als Festredner auf: Katrin Bernath in Buchthalen, Daniel Preisig in Herblingen und Raphaël Rohner in Hemmental.

Von Daniel Jung und Maria Gerhard, Schaffhuasen

An der Feier in Buchthalen, die bereits am Montagabend auf dem Lindenplatz stattfand, sprach Baureferentin Katrin Bernath (GLP). Als Thema wählte sie den Umgang mit Veränderungen – und warb für eine grundsätzliche Offenheit gegenüber dem Wandel. Über ihre Ausführungen stellte sie ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799), einem deutschen Mathematiker und Physiker der Aufklärung: «Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.»

Bernath sprach über Veränderungen im persönlichen Bereich, im eigenen Wohnquartier, auf städtischer, nationaler und internationaler Ebene. Der Dorfkern von Buchthalen sei ein Beispiel für einen Ort, wo Veränderung sichtbar sei, aber auch viele Zeugnisse von früher erhalten geblieben seien – etwa in den heute geschützten historischen Bauernhäusern.

Bernath sprach die Debatte über den neuen Liedtext für die Nationalhymne an, den die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft vor schlägt. «Von diesem Text war ich positiv überrascht», sagte sie. Er sei verständlicher und näher am Puls der Zeit. «Ich bin offen für diese  Diskussion», sagte sie. Letztlich lobte Bernath auch das gut austarierte System der schweizerischen Demokratie, das einen sorgfältigen Umgang mit Veränderung erlaube. «Wir haben ein System, das es uns erlaubt, Entscheide gut abzuwägen», sagte sie. Aber dies funktioniere nur dann gut, wenn möglichst viele aktiv dabei mitmachten.


Kam im Schweiz-T-Shirt

Freudig begrüsst von den Senioren des Alterszentrums La Résidence und den anwesenden Herblingern wurde Finanzreferent Daniel Preisig (SVP). Aus Patriotismus, wie er erklärte, kam er leger gewandet in einem roten T-Shirt mit dem Schweizerkreuz darauf. Preisig bedankte sich für die Einladung. Den Seniorinnen und Senioren würde im Alterszentrum ein schönes Daheim geboten. «Heute dürfen wir gemeinsam den 726. Geburtstag der Schweiz feiern, das ist ein Freudentag», sagte Preisig. Und vor allem ein Anlass, positiv über das eigene Land zu sprechen. Neben der hohen Schweizer Wettbewerbsfähigkeit erwähnte er den weltweiten Glücksindex: «Dort sind wir immer ganz vorn dabei.» Doch was macht die Schweiz so erfolgreich? Dieser Frage ging Preisig nach. Einmal wurde er da in der Historie fündig: Schon beim Bundesbrief 1291 seien Unabhängigkeit und Selbstbestimmung Grundlagen gewesen. Und auch die direkte Demokratie sei ein Gewinn: «In einem Jahr dürfen wir über mehr abstimmen als andere in ihrem ganzen Leben.» Der Erfolg liege jedoch auch in den Menschen hier begründet. «Der Wohlstand wurde durch Schweizer Fleiss und harte Arbeit erwirtschaftet», sagte Preisig. An dieser Stelle beankte er sich bei den Seniorinnen und Senioren: «Sie haben sehr viel für unser Land getan.»


Die vier Schenkel des Kreuzes

Stadtrat Raphaël Rohner (FDP) war zur Bundesfeier nach Hemmental gekommen. Vor dem «Schützenstübli» hatte der Schützenverein Hemmental ein Zelt aufgebaut, das den zahlreichen Anwesenden Schatten spendete. Trotz der heissen Temperaturen zog dort sogar ein angenehmes Lüftchen durch die Festbankreihen. Fast wären dabei die Zettel des Redners weggeweht. Rohner nahm es mit Humor: «Ich versichere Ihnen, ein Politiker kann auch ohne Manuskript jederzeit und zu jedem Thema eine Rede halten.» In seinen folgenden Ausführungen ging er vor allem auf die Symbolik der Schweizer Flagge ein: «Sie ist ein Zeichen der Identifikation, der Partnerschaft.» Er hoffe, dass ihr Anblick auch junge und modern denkende Menschen immer noch mit Stolz erfülle. Für ihn stehe das Kreuz mit seinen vier Schenkeln für die vier Landessprachen und die vier Kulturen, für die gelebte Einheit in der Vielfalt. Die Ecken stünden auch für vier Säulen, auf denen das Land ruhe: Neutralität, Föderalismus, direkte Demokratie und Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. «Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Land so eine Qualität hat», sagte Rohner, «wir sind dabei alle gefordert.» Gerade die Eigenverantwortung komme in Hemmental zu tragen, unter anderem im Dorfverein, im Schützenverein und im Frauenchor. Rohner forderte jedoch gleichzeitig allgemein dazu auf, sich gerade auch für politische Ämter noch mehr einzusetzen.

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Bildungsreferent Raphaël Rohner bei seiner Rede in Hemmental. Er sprach vor allem über die Symbolik der Schweizer Fahne. Bild Maria Gerhard
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