Schaffhauser Nachrichten: Schulschliessungen: Bildungsreferent Raphaël Rohner kritisiert Kurzfristigkeit: «Wir haben eine absolute Ungewissheit»

18. Dezember 2020

Am Dienstag hat der Schaffhauser Regierungsrat entschieden, dass nächste Woche kein Schulunterricht stattfindet. Ob...

Keine Termine

Um die regionale Geschichte entdecken zu können, finden im Juni und Juli 2018 grenzübergreifende Burgen- und Schlössertage statt. In den Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich sowie den angrenzenden deutschen Landkreisen öffnen historische Bauten ihre Tore.

Autor: Simone Ullmann

Ritter in glänzenden Rüstungen reiten in rasendem Galopp aufein­ander zu, kreuzen die Lanzen und versuchen, den Gegner aus dem Sattel zu heben. Die Ritterspiele von 2014 auf dem Herren­acker in Schaffhausen lockten zahlreiche Mittelalterinteressierte in die Munotstadt. Die Begeisterung für das mittelalterliche Leben soll von Samstag, 2. Juni, bis Sonntag, 8. Juli 2018, in der Region neuen Aufschwung erhalten mit den «Burgen- und Schlössertagen – grenzenlos», wie der Schaffhauser Kultur­referent Raphaël Rohner letzte Woche auf dem Munot erklärte. Zahlreiche beeindruckende historische Bauten in der Region laden dann zur Besichtigung ein.


Prächtige Schlösser und Ruinen

Obwohl der Rhein heute die Grenze zwischen den Nachbarländern Deutschland und Schweiz darstellt, standen die Regionen im Mittelalter alle unter derselben Herrschaft. Deshalb öffnen für diese Thementage im nächsten Sommer pro Kanton und Landkreis je drei Burgen und Schlösser ihre Tore. «Diese Bauten sind identitätsbildend für die Region und bieten die Chance, sich mit der regionalen grenzüberschreitenden Geschichte auseinanderzusetzen», sagte Martin Kistler, Landrat von Waldshut.Die ausgewählten Burgen und Schlösser sollen die reiche Verschiedenartigkeit dieser Bauten bereits beschränkt auf die Grenzregion aufzeigen. So werden mächtige Grafen- und Fürstengeschlechter, romantische Schlösser oder halb zerstörte Ruinen gezeigt. Im Kanton Schaffhausen laden der Munot in Schaffhausen, die Burg Hohenklingen bei Stein am Rhein und das Schloss der Hünen von Beringen zum Entdecken ein, im Kanton Thurgau zum Beispiel die Stadtburg Unterhof Diessenhofen. Da einige Bauten in den Nachbarregionen in Privatbesitz stehen, ermöglichen die Thementage Einblicke, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben.


Grenzüberschreitendes Projekt

Ins Leben gerufen hat das Projekt der Verein Agglomeration Schaffhausen. Er setzt sich aus 50 Gemeinden und Städten der Agglomeration Schaffhausen, der angrenzenden Kantone und der deutschen Landkreise zusammen. Ziel dieses Vereins sei es, in der Verkehrs- und Siedlungsentwicklung, aber auch in Kultur und Freizeit gemeinsam grenzüberschreitende Projekte zu realisieren, wie der Schaffhauser Kulturdirektor Christian Amsler, Präsident des Vereins, sagte. Raphaël Rohner fügte hinzu: «Im Kulturbereich sind wir schon viele Projekte angegangen. Jetzt wollen wir auf die Schiene der gemeinsamen geschichtlichen Vergangenheit setzen.»Dass der Anlass gerade im nächsten Jahr durchgeführt wird, hängt mit der Jährung des Aussterbens des Zähringergeschlechts von 1218 zusammen. «Da deswegen viele Städte reichsfrei wurden, unter anderem auch Schaffhausen, wurde damit der Grundstein für die Eidgenossenschaft gelegt», erklärte Historiker und Projektleiter Peter Jezler.


Sich in der Ritterrüstung stark fühlen

In den Burgen und Schlössern sind einzelne Führungen und für die Kinder ein reichhaltiges Programm geplant. So können sie sich als Ritter oder Burgfräulein verkleiden oder sich in Kampfspielen üben. «Das Tragen einer Ritterrüstung vermittelt Selbstsicherheit und Stärke, aber die Kinder lernen auch, dass sich ein Ritter immer für die Schwachen eingesetzt hat», sagte der Historiker. Die Burgen- und Schlössertage laden damit zu Ausflügen mit der Familie ein. Weitere Informationen zu den «Burgen- und Schlössertagen – grenzenlos» sind im Internet unter www.burgentage.com zu finden. Anmeldungen für Führungen oder andere Spezialprogramme werden ab dem 1. Februar 2018 entgegengenommen.

 

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Peter Jezler, Raphaël Rohner, Christian Amsler und Martin Kistler (v. l.) haben die Burgen- und Schlössertage vorgestellt.

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