Schaffhauser Nachrichten: Schulschliessungen: Bildungsreferent Raphaël Rohner kritisiert Kurzfristigkeit: «Wir haben eine absolute Ungewissheit»

18. Dezember 2020

Am Dienstag hat der Schaffhauser Regierungsrat entschieden, dass nächste Woche kein Schulunterricht stattfindet. Ob...

Keine Termine

Die 11. SN-Weihnachtsauktion erzielte insgesamt 22'700 Franken: Alle 21 der von regionalen Künstlern gespendeten Werke fanden einen Besitzer.

von Elena Stojkova

21 ganz unterschiedliche, von regionalen Künstlern beigesteuerte Werke zum Thema «Himmel und Erde» zierten am Samstagnachmittag den Zunftsaal zun Kaufleuten. Rund 60 Gäste bestaunten die Bilder, bevor die 11. Weihnachtsauktion der SN um 14 Uhr offiziell startete. Diese war ein Erfolg: Chefredaktor und Auktionator Robin Blanck schlug einundzwanzig Mal mit dem Auktionshammer auf den Tisch. Gesamthaft brachten die Werke 22'700 Franken ein, die nun an den Hilfsverein für Psychischkranke gespendet werden. Denn wie jedes Jahr kommt der Erlös der SN-Weihnachtsauktion einer gemeinnützigen Einrichtung zugute.

«Kunst und Psychiatrie haben sich gegenseitig immer bereichert», sagte Bernd Krämer, Leiter der Klinik Breitenau und Präsident des Hilfsvereins für Psychischkranke. Der Verein betreibt ein Gemeinschaftsatelier und bietet so Menschen mit psychischen Erkrankungen an, sich künstlerisch auszudrücken. Bilder seien auch therapeutische Mittel, so Krämer. «Die Kunst ist ein Fenster zur Seele und erschliesst die Sicht des Kunstschaffenden auf die Welt – und wir sind von der posi- tiven Wirkung des Kunstschaffens überzeugt.»


Gloors «Prättigau» als Spitzenreiter

Jeweils 400 Franken waren das Einstiegsgebot – 100 Franken mehr als in den Vorjahren. «Getreu der Imagekampagne des Kantons soll unser Motto heute ‹Einfach mehr helfen› lauten», sagte Blanck. Bei den 400 Franken blieb es mit einer Ausnahme nie: Mehr als die Hälfte der Bilder brachten je mindestens 1000 Franken ein. Spitzenreiter war Erwin Gloors Bild «Prättigau». «Gloors Muse ist der Rheinfall, in diesem Bild aber zeigt er den Blick von Pany Richtung Klosters», führte Blanck das Werk Gloors ein. Die Hände schnellten anfangs im Sekundentakt in die Höhe. «Zum Ersten, zum Zweiten...», doch mehrmals kam der Auktionator nicht «zum Dritten». Zwei Herren in den hinteren Reihen überboten sich immer wieder. «Ich habe nichts mehr vor», sagte Blanck lachend, und viele Köpfe der vorderen Reihe drehten sich, um zu sehen, wer das Bild unbedingt sein Eigen nennen wollte. Der finale Hammerschlag für «Prättigau» ertönte unter lautem Applaus schliesslich bei 3000 Franken.

Richard Tisserands Bild «Grenelle/Paris/Montparnasse», augenfällig in Format und Farbe, brachte die zweithöchste Summe von 1900 Franken ein. Und auch eines der kleineren Bilder mit 23 auf 21 Zentimetern kam gross raus: Bruno Ritters dunkles Bild aus der Serie «Abrisse – Strappi» wurde für 1700 Franken versteigert.


«Mehr als Kauf und Besitz»

Zahlreiche der circa 60 Bieter hoben, so machte es den Anschein, spontan einmal die Hand und waren freudig überrascht, als sie das gewünschte Bild tatsächlich ergatterten. Aber natürlich kam der eine oder andere Gast für ein ganz bestimmtes Bild, an dem er bereits vor der Auktion Gefallen gefunden hatte. «Ich sehe, Sie sind entschlossen», sagte Blanck an eine Dame gewandt, deren Hand sofort in die Höhe schoss, sobald sie sich gezwungen sah, für das Bild «Landscape Of A Distant Memory» von Ying Xu einen anderen Besucher zu überbieten.

«Es freut mich, dass so viele sich dafür interessieren, dass der Hilfsverein begünstigt wird», sagte Krämer nach der Auktion. «Der Erwerb eines Kunstwerks ist mehr als Kauf und Besitz – es ist ein Berührtwerden.»

 

«Ich hatte zwei weitere Bilder im Auge», sagt Raphaël Rohner vor seinem ersteigerten Leporello von Yves Netzhammer. Doch dieses mehrdimensionale Werk ergänze ab heute seine kleine Kunstsammlung. «Vielleicht kommt es zu Hause hinter Glas», sagt er begeistert. (mah)

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