Schaffhauser Nachrichten: Fundamentalkritik an Schulgesetz

25. Januar 2022

Der Regierungsrat will die gesetzlichen Grundlagen für Privatschulen und Homeschooling schaffen. So einig sich die...

Keine Termine

Der Stadtrat will die Musikschule Schaffhausen (MKS) retten: Dazu will er MKS ihre Liegenschaft an der Rosengasse 26 abkaufen.

von Dario Muffler

Finanzielle Herausforderungen zwangen die Verantwortlichen der Musikschule Schaffhausen (MKS) zu handeln: In den vergangenen Jahren staute sich der Bedarf an grösseren Sanierungsarbeiten in der Liegenschaft an der Rosengasse 26 in der Altstadt auf. Mit ihren eigenen Mitteln kann die MKS diese anfallenden Kosten nicht stemmen. Darum musste bereits in den letzten Jahren die Stadt regelmässig Unterhaltsarbeiten finanzieren. Nun präsentiert der Stadtrat eine Vorlage, welche die Zukunft der MKS längerfristig regeln und sichern soll.

Die Stadt will die Liegenschaft, in der unterrichtet und konzertiert wird, für 2,2 Millionen Franken von der Imthurn’schen Stiftung, der Trägerin der Musikschule, abkaufen. Das tut sie, indem sie die auf dem Gebäude lastende Hypothekarschuld in dieser Höhe aufnimmt. Es fliesst also kein Geld aus der Stadtkasse zur Musikschule.

Die Räumlichkeiten werden nach dem Kauf von der Stadt an die Musikschule vermietet: Die jährlichen Kosten werden auf 241'000 Franken geschätzt. Zeitgleich will der Stadtrat eine Leistungsvereinbarung mit der Musikschule abschliessen. Darin verpflichtet sich die Stadt dazu, jährlich 295'000 Franken zu bezahlen. Damit werden die Miete sowie ein Teil der Neben- kosten abgedeckt. Die Werner-Amsler-Stiftung leistet zudem bis 2030 Unterstützungsbeiträge. Diese decken bis 2025 die Amortisationskosten von 25'000 Franken sowie die Zinszahlungen an die Bank, die 39'600 Franken im Jahr betragen. Ab 2030 zahlt die Werner-Amsler-Stiftung eine Pauschale von 50 000 Franken.

Mit diesem Paket will der Stadtrat die MKS finanziell langfristig auf ein sicheres Fundament stellen. «Die Musikschule ist seit Jahrzehnten eine wichtige Bildungsinstitution», begründet Bildungsreferent Raphaël Rohner die Strategie. «Musikalische Bildung ist viel mehr als nur ein Hobby, sie gehört zur gesamtheitlichen Bildung einer Person.» Des Weiteren habe die Stadt jetzt auch einen Einfluss auf die Massnahmen, die im Gebäudebereich getroffen werden, sagt Rohner. Wie der Vorlage zu entnehmen ist, haben sich Instandhaltungskosten von rund 520'000 Franken aufgestaut, die auf die Stadt in den kommenden Jahren zukommen.


Der Vertrag von 1938

Wieso aber muss die Stadt der Musikschule überhaupt unter die Arme greifen? Der Grund liegt im Jahr 1938. Damals schenkte die Imthurn’sche Stiftung der Stadt das heutige Stadttheater. Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt, der Stiftung in den dortigen Räumen oder an anderer Stelle unentgeltlich Raum für die Musikschule zur Verfügung zu stellen. Auf der Grundlage dieser Vereinbarung bezahlte die Stadt in den vergangenen Jahren auch die Unterhaltskosten, die jeweils anfielen. Ebenfalls bereits heute bezahlt die Stadt Nebenkosten von rund 63'000 Franken.

Dass die Liegenschaft an der Rosengasse 26 der Musikschule und nicht etwa der Stadt gehört, geht aufs Jahr 2005 zurück: Damals kaufte die Trägerin der Musikschule das Gebäude zu einem reduzierten Preis von 100'000 Franken, um eine neue Heimat zu finden. Das Gebäude musste damals aber durch die Unterstützung der Werner-Amsler-Stiftung für 2,7 Millionen Franken saniert werden.

Rund 1,5 Jahre verhandelten die Stadt, die Imthurn’sche Stiftung und die Werner-Amsler-Stiftung. Wie Thomas Jaquet, Quästor der Imthurn’schen Stiftung, sagt, sei er zufrieden mit der vorliegenden Lösung. «Wir haben alle von Beginn weg am selben Strick gezogen», sagt er. «Ich bin zuversichtlich, dass die Vorlage im Grossen Stadtrat wohlwollend aufgenommen wird.» Die Musikschule müsse jetzt nur weiterhin beweisen, dass sie ein wichtiger Bestandteil der Schaffhauser Bildungslandschaft sei.

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