Schaffhauser Nachrichten: Fundamentalkritik an Schulgesetz

25. Januar 2022

Der Regierungsrat will die gesetzlichen Grundlagen für Privatschulen und Homeschooling schaffen. So einig sich die...

Keine Termine

Dass in der Stadt Schaffhausen ein vielfältiges und hochstehendes Angebot an kulturellen Anlässen herrscht, ist unbestritten.

«Stell dir vor, es gibt Kultur, und keiner geht hin.» So schlimm ist es in Schaffhausen wirklich nicht, um mit diesem doppelt falschen Brecht-Zitat zu beginnen. Jedenfalls sei das Kulturangebot im Vergleich zu anderen Städten ähnlicher Grösse äusserst reich, stellt Stadtrat und Kulturreferent Raphaël Rohner fest, und dem will er «nicht nur Sorge tragen, sondern es weiterentwickeln». Letzteres belegt er etwa mit dem geplanten Einbau einer Bühne in der alten Bachturnhalle oder mit einer neuen Kuratorenstelle für die Pflege der Sammlungen im Museum zu Allerheiligen. Doch das scheint auch nicht das Problem zu sein, sondern vielmehr: Wie erzeugen Kulturangebote bessere Wahrnehmung und Aufmerksamkeit?


Nachzulesen in der «Kulturstrategie»

Die Frage (also nicht, was an Kulturanlässen angeboten, sondern wie das Angebot kommuniziert werden soll) bildete das Thema eines in der Kammgarn durchgeführten «Kulturtreffs», zu dem die städtische Kulturkommission und Jens Lam- pater als Kulturbeauftragter eingeladen hatten. Der Forderung nach «mehr Ausstrahlung» folgte das unvermeidliche «Aber wie?». Immerhin heisst es in der vor zwei Jahren vom Stadtrat verabschiedeten «Kulturstrategie»: «Die Stadt Schaffhausen verbessert die Werbemöglichkeiten für das kulturelle Angebot und macht damit die Qualität dieser Kulturangebote in der städtischen Sphäre sichtbarer.» Dazu gehört «die Verstärkung des Engagements der Stadt zur Bekanntmachung ihres Kulturangebots in den Medien, online und auf sozialen Netzwerken». Keine leeren Versprechungen: Bereits bietet ein halbjährlicher kostenloser Kulturversand den Veranstaltern die Möglichkeit zur gezielten Bewerbung ihrer Angebote, und es gibt den von der Kulturkommission herausgegebenen «Kulturbrief», dessen jüngste Ausgabe gerade erschienen ist. Doch solche Hilfestellung der öffentlichen Hand ist nicht alles: «Aufmerksamkeit muss hart erarbeitet und, was noch schwieriger ist, erhalten werden», gab Jens Lampater den Kulturveranstaltern zu bedenken.

«Aufmerksamkeit muss hart erarbeitet und, was noch schwieriger ist, erhalten werden.»

Jens Lampater, Städtischer Kulturbeauftragter

Quasi diese «Arbeitsbedingungen» zu erhellen, standen drei Fachleute der Teilnehmerschaft Red und Antwort: Denise Ulrich, Marketingleiterin von «Schaffhauserland Tourismus», Michael Schmid, Inhaber der Agentur «Schmizz communicate 360°», und Stefan Wabel, Verlagsleiter der «Schaffhauser Nachrichten». Ihre Kurzreferate und die anschliessende Podiumsdiskussion wurden zu einer Art Crashkurs in Sachen wirkungsvoller Werbung: Da ist einmal das klassische Zeitungsinserat, auch wenn die Printmedien unter stark geschwundenen Einnahmen aus der Werbung leiden, was die SN zwar nach wie vor in das gedruckte Produkt investieren, aber ebenso grosse Anstrengungen im digitalen Bereich unternehmen lässt. Die «Nordagenda» und immer wieder Partnerschaften mit Kulturveranstaltern, aber ebenso die Vorschauen und die Berichterstattungen über Kulturanlässe sind Beiträge zur Erhöhung der Wahrnehmung. Denise Ulrich lüftete das Geheimnis guter Tourismus-Werbung: «Storytelling», denn «Geschichten bleiben in Erinnerung, schaffen Inspiration, wecken Emotionen, sind authentisch und erlebbar». Ihr Rat für den Online-Bereich: Angebote auf Video bannen. Für Michael Schmid ganz wichtig ist die Unterscheidung, ob die Werbung an In- oder Outsider gerichtet ist, also ob das bisherige oder ein neues Publikum angesprochen werden soll. Letzteres braucht Erklärungen und Einstiegshilfen (wie etwa Schnupperabonnemente), wobei – «Präsenz ist auf mehreren Kanälen zu zeigen – die Social Medias nicht vernachlässigt werden dürfen.


Gebot der Stunde

Beachtung für Kulturanlässe schaffen, ob mit Plakat, Flyer, Inserat, ob gedruckt, elektronisch oder als «Influencer» in den neuen Medien… es ist ein schwieriges und teures Geschäft und – so viele gute Beispiele an Realisiertem auch genannt wurden – keine Erfolgsgarantie, wie es in der Publikumsdiskussion am Kulturtreff anklang. Und deshalb gilt gerade für die Kultur Jens Lampaters Feststellung: «Wahrnehmung erreichen ist das Gebot der Stunde.»

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